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Das Zackelschaf

Das Zackelschaf

Herkunft

Das ungarische Zackelschaf entstand durch Mischung einiger Karpatenrassen und war in diesem Gebiet bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mit 31,5 % die Hauptrasse.Der Begriff Zackel-, oder wie es ursprünglich heißt: Rackaschaf, ist für Ungarn und die südosteuropäischen Regionen ähnlich zu werten wie das Zaupelschaf in Mitteleuropa.

Das Wesen dieser robusten und extrem widerstandsfähigen Tiere hat einige auffällige Eigenheiten, wie etwa ihr ständige Wachsamkeit. Daher sind die Tiere auffällig scheu und im Freien nur schwer zu fangen.

Diese Rasse bockt sehr wildähnlich und strikt saisonal. Daher erfolgen die Geburten meist im Januar/Februar, normalerweise kommt nur ein Lamm zur Welt, wird aber sehr zuverlässig aufgezogen und es gibt praktisch keine Ausfälle.

Es ist allgemein sehr resistent, das gilt besonders für Klauenerkrankungen wie Moderhinke.

 

Aussehen/Kennzeichen/Zuchtziel

Bock und Muttertier tragen ein schrauben- bzw. korkenzieherförmig gewundenes Gehörn, das bei Böcken beachtliche Ausmaße erreicht. Besonders in der Pußta von Hortobagy und allgemein in den meisten ungarischen Zuchten wird die V-förmig gestellte Hornform bevorzugt.

Das Zackelschaf ist von mittlerer Größe. Das männliche Tier (Bock) erreicht eine Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern und ein Gewicht von 55 bis 75 Kilogramm. Das etwa einen halben Meter lange Horn ist in einem Winkel von 90 bis 110 Grad gedreht. Das weibliche Tier (Mutter) ist mit einer durchschnittlichen Höhe von 66 Zentimetern bei einem Körpergewicht von 35 bis 45 Kilogramm kleiner und leichter. Die Hörner sind nur 30 Zentimeter lang und weisen einen Winkel von 50 bis 60 Grad auf.

 

 Leistung

Die schwarzen Zackelschafe haben in der Regel ein etwas kürzeres Vlies, die weißen Zackelschafe aber mehr Milch und eine höhere Geburtenrate.
Dennoch ist das Zackelschaf ist allgemein eine relativ gute Milchrasse und wird in der Pussta auch teilweise noch gemolken. Sie geben während der Laktationsdauer von 100 Tagen bis zu 70 kg Milch.

Da Fleisch ist eher feinfasrig, der Geschmack übertrifft den anderer Schafrassen jedoch, so wird behauptet, bei weitem.

Gegerbte Felle sind von besonders guter Qualität. Die grobe Wolle und die gegerbten Felle dienten vornehmlich der Herstellung wetterunempfindlicher Pelzmäntel bzw.-umhänge für Hirten, Gespannführer und andere wetterexponierte Berufe.

 

Wolle

Es gab eine Vielfalt von lokalen Schlägen, teilweise besaßen sie sogar Rassecharakter. Die Lämmer der weißen Rassenvariante können nach dem Wurf hellgelb bis dunkelbraun sein. Der Kopf, der Hals, die Beine und der vordere Rumpfteil sind dunkel braun, während die übrigen Körperteile heller sind. Die schwarze Rassenvariante trägt bei der Geburt ein glänzendes schwarzgekräuseltes Fell. Später geht dem Fell der Glanz verloren und es verfärbt sich mit den Jahren grau.

Der Wollhaardurchmesser beträgt beim Unterhaar 16 – 3o µm um die Oberhaare 4o – 6o µm. Die Vlieslocken können bis 3o cm Länge erbringen, dürfen aber nicht kürzer als 2o cm sein. Die Wollmenge liegt bei Böcken bei 4 bis 5 kg, bei Mutterschafen bei 2 bis 3 kg pro Jahr.

Die Wolle der Zackelschafe, lässt sich sehr gut filzen.

Quelle: http://www.vieh-ev.de/Rassen/Schafe/zackelschaf.html

Quelle: Wikipedia

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